Bericht Olaf Schöning am 30.09.2026
Ich begrüße die Bürgerinnen und Bürger, Herrn Dobkowitz von der Presse, Herrn Rahloff von der Verwaltung und natürlich die Mitglieder der Gemeindevertretung
Es war gefühlt ein langer Sommer, aber von einer sogenannten Erholung in der Sommerpause kann nicht gesprochen werden. Es gab reichlich Termine, die entsprechend alle abgearbeitet werden mussten.
Am 22.06.2026 haben Gemeindevertreter und die Wehrführung den zweiten Termin zur aktiven Feuerwehrmitglieder Werbung wahrgenommen. Wir sind in verschiedenen kleinen Gruppen durch Schönwalde gegangen und haben aktiv bei den Einwohnern vor Ort geklingelt, um neue Mitglieder zu gewinnen. Es ist wie es ist. An der Tür sind einige Bürger natürlich bereit, sich zumindest einmal an einem Dienstabend sehen zu lassen. Die Realität sieht allerdings anders aus. Von den ca. 80 Haustürbesuchen sind lediglich 3 erschienen und nur 2 sind tatsächlich eingetreten.
In Langenhagen sieht die Resonanz noch schlechter aus, sodass wir auf dem Treffen des Arbeitskreises Feuerwehr am 25.08.2026 zu dem Entschluss gekommen sind, dass dies so keinen Nährwert hat. Wir werden jetzt das neue Brandschutzgesetz abwarten und dann entsprechend in den einzelnen Wehren mit einer entsprechenden Satzung, zwecks Pflichtabteilung agieren müssen, um unseren Brandschutz zu gewährleisten. Dies ist leider eine sehr bedauerliche Entwicklung, aber scheinbar hat niemand mehr Zeit, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Wo wir gerade bei der Feuerwehr sind. Für unsere Wehr in Schönwalde soll ein neues Fahrzeug angeschafft werden, einen sogenannten TLF 4000. Wir werden am 02.11.2026 nach Berlin fahren, um uns ein Vorführfahrzeug anzuschauen, um hier eventuell einige Euros für das neue Fahrzeug sparen zu können.
Zum neuen Haus der FFW Langenhagen gibt es zu sagen, dass nach unserem erfolgreichen Architektenwettbewerb wir drei durchaus heiß diskutierte Planungsrunden hatten und uns am Ende auf eine für alle gute Version einigen konnten. Für das neue Haus, welches ein reines Feuerwehrgerätehaus ist, wurde bereits ein Bauantrag gestellt und wenn alles gut läuft, können wir im Frühjahr anfangen zu bauen.
Am 29.06.2026 war ich mit 2 Vertretern vom Amt beim Kitawerk in Neustadt, um unsere weitere Zusammenarbeit zu besprechen. Hier ging es überwiegend darum, wie es in Zukunft mit der Unterhaltung und Instandhaltung des Kindergartens bzw. des Gebäudes weiter gehen soll und kann. Es wurden hier 3 Vorschläge erarbeitet, die dann entsprechend im Anschluss mit den Fraktionen besprochen wurden. Seitens der Gemeinde wurde sich auf eine Lösung geeinigt. Hierzu gibt es aber noch keine Rückmeldung des Kitawerkes.
Am 06.07.2026 begannen die Arbeiten an der Kreuzung der L 57 und der L 216. Die Bauarbeiten liefen wie geplant und wurden in den vorgegebenen 6 Wochen durchgeführt. Zum Abschluss dieses Bauabschnittes hat die TW KOM noch eine Infoveranstaltung durchgeführt, mit Getränken und einem kleinen Imbiss. Diese Veranstaltung wurde sehr gut angenommen und fand doch eine recht positive Resonanz.
Natürlich gab es auch Stimmen, die behaupteten, dieser Bauabschnitt hätte deutlich schneller fertig gestellt werden können. Aber ich versichere Ihnen, es wurde bis Freitagmorgen an dem Teilabschnitt gearbeitet. Auch wenn es manchmal so aussieht, als sei die Straße fertig, so ist Sie es noch lange nicht.
Auch ich musste das lernen, da ich doch sehr ungeduldig war und bin.
Derzeit ist der Bauabschnitt 4 fast abgeschlossen, ohne Asphaltierungsarbeiten. Morgen beginnen die Bauarbeiten im Bauabschnitt 5.2. vom Jahnweg bis zum Ruhsal.
Es finden jede Woche Baugespräche statt, wo es immer wieder was zu klären gibt. Sowie immer wieder Termine vor Ort bei den Anliegern und Anwohnern. Ich möchte hier auch erwähnen, dass bei den zahlreichen Gesprächen mit den Anliegern und Anwohnern, wir meistens am Ende immer auf eine für alle vernünftige Lösung kommen. Dafür möchte ich mich hier im Namen der Gemeinde recht herzlich bedanken. Es wäre für diese Maßnahme nicht auszudenken, was wäre, wenn nicht.
Allerdings muss man auch ganz klar sagen, dass so eine Großbaustelle normalerweise nicht im Ehrenamt zu bewältigen ist. Es sind nicht nur die ganzen Termine, die zahlreichen Änderungen bei den Bauarbeiten, die ganzen Bürgerbelange. Es ist hier schlicht und ergreifend auch die ganze Planungsphase, in der wir hier als GV´ler noch nicht aktiv waren. Solche Großbaustellen muss man sich ganz genau anschauen, auch wenn man ein Ingenieurbüro damit beauftragt hat, sind doch noch reichlich Themen, die ungeklärt sind.
Ein kleiner Punkt als Beispiel: Die Vorflut sollte im Bauabschnitt 4 um 70 cm höher gelegt werden. Was das für die Anwohner bedeutet hätte, kann sich ja jeder selber ausmalen. Solche Beispiele kommen immer wieder mal vor.
Natürlich lief in den Sommerferien auch unser alljährlicher Ferienpass. Dieser war wieder reichlich gefüllt mit zahlreichen Angeboten für unsere Kinder. Auch hier möchte ich mich im Namen der Gemeinde bei allen Beteiligten bedanken, die sich so für unsere Kinder in der Gemeinde einsetzen.
Wo wir gerade bei unseren Kindern sind, muss ich mitteilen, dass Frau Lutter zum 31.10.2026 um einen Aufhebungsvertrag gebeten hat, da sie sich beruflich neu orientiert hat. Diesem Wunsch bin ich nachgekommen und wünsche Frau Lutter für Ihre weitere Zukunft alles Gute. Somit endet auch unsere gemeinsame Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kasseedorf.
Zum Glück unserseits kommt Frau Grube im November aus Ihrer Elternzeit zurück und wird den Jugendtreff in Schönwalde a. B. ab dem 09.11. zunächst für einen Tag in der Woche wieder übernehmen. Frau Lutter wird Frau Grube in der ersten Zeit noch ehrenamtlich unterstützen.
Am 19.08.2026 war ich mit Herrn Schumacher und Herrn Hanssen zu Gast bei unserem Landrat Herrn Timo Gaarz. Thema zum einen war Partei intern und zum anderen unsere Ortsentwässerung Langenhagen. Der Landrat bat dann noch Herrn Hollerbach, Leiter des Bauamtes des Kreises und Herrn Dr. Jürgens, Leiter der Kommunal Aufsicht, zu unserem Gespräch hinzu.
Wir erläuterten unseren Standpunkt, dass wir als kleine Gemeinde dieses Bauvorhaben unmöglich stemmen können. Geschätzte Kosten von ca. 11,5 Mio Straßenbau und ca. 6 Mio. Regenrückhaltung, können wir uns als kleine Gemeinde nicht leisten. Auch können wir diese Baukosten nicht 1 zu 1 auf unsere Bürger umlegen. Herr Hollerbach meinte, der Kreis bewege sich in gewissen Leitplanken, wo ein gewisses Spiel sei.
Aber am Ende muss sich der Kreis an die Vorgaben des Landes halten. Wir werden daher weiter Druck auf unsere Landespolitik ausüben und auch unsere Vertreter im Landtag entsprechend weiter mit diesem Thema konfrontieren.
Herr Dr. Jürgens machte auch sehr deutlich, dass die Kommune Ihren Haushalt selber decken muss. Dafür auch alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen muss. Steuern nach oben, alle freiwilligen Leistungen streichen, keine Straßen mehr erneuern, Sparen, egal wie teuer es am Ende wird. Alles im allen, war dies ein sehr ernüchterndes Gespräch. Aber wir werden nicht aufhören, uns gegen diesen Wahnsinn zu stemmen.
Etwas Positives von der Baumaßnahme Langenhagen gibt es zu erwähnen. Ein Landeigner im Kesselkrug war bereit der Gemeinde ein kleines Grundstück zu veräußern, so dass wir hier planungstechnisch etwas optimistischer in die Zukunft schauen können. Vielen Dank im Namen der Gemeinde dafür.
Da sich die Wassergenossenschaft in Mönchneversdorf aufgelöst hat, stellt der ZVO seit dem 21.08.2026 eine neue Wasserversorgung in der Straße Zum Schloßberg und Am Hof her. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Am 25.08.2026 fand die finale Vorstellung der Machbarkeitsstudie Wärmeplanung mit der Kirchgemeinde statt. Hier wurden 6 Gebäude der Gemeinde, 2 des Amtes und 8 Gebäude der Kirche durchleuchtet. Es wurden verschiede Konzepte vorgestellt, wobei wir bei ca. geschätzten Kosten von 1,5 bis 2,2 Mio Euro kommen.
Wenn wir diese Investition dann durch die 8 Liegenschaften teilen, dann weiß man so ungefähr wo man pro Liegenschaft landet. Wir müssen / werden mal schauen, was wir als Gemeinde aus dieser Studie ziehen können, bzw. was wir daraus machen.
Am 07.09.2026 ging dann durch die Presse, dass die Firma Enerparc AG Insolvenz angemeldet hat. Was hat das für das Solar Projekt in Hobstin zu tun? Zunächst einmal gar nichts, da wir als Gemeinde nichts vertraglich mit der Enerparc Ag zu tun haben, sondern mit der Tochter Gesellschaft EP5 Solar Invest 5 GmbH & Co.KG, eingetragen im Handelsregister Hamburg HRA 128904. Die Enerparc AG hatte zum Anfang Juli mit einer privaten Hamburger Bank ein Darlehen vereinbart. Jedoch kam es bei dieser Bank durch die Bankaufsicht zu einem Problem, sodass die Auszahlung des Darlehens nicht getätigt werden konnte. Daraufhin kam die Enerparc Ag in Liquiditätsprobleme und um nicht mit einer Insolvenz Verschleppung konfrontiert zu werden, wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Die Liquidität soll laut Medien bereits wieder hergestellt sein. Die ganzen Tochtergesellschaften Solar Invest sind derzeit von einer Insolvenz nicht betroffen.
Am 21.08.2026 erhielt ich dann die Nachricht der Feuerwehr Mönchneversdorf, dass der Eingang von der Bürgerbegegnungsstätte neu hergerichtet wurde von den Kameradinnen und Kameraden der FFW Mönchneversdorf. Es müssen nur noch die 2 Balken am Eingang getauscht werden. Dies wird aber auch noch von den Kameradinnen und Kameraden erledigt.
Auch wurde die doch so defekte Spülmaschine wieder repariert. Vielen Dank im Namen der Gemeinde, es ist doch schön zu sehen, dass es in einigen Wehren noch so gut funktioniert und wir durch das Engagement einiges an Geld gespart haben.
Somit haben wir noch genug Budget, um die neuen Tische für die Bürgerbegegnungsstätte zu kaufen.
Zur Umrüstung der Flutlichtanlage auf unseren neuen Sportplatz gibt es derzeit leider immer noch Lieferschwierigkeiten. Es sollen alle Materialien bis Ende Oktober geliefert werden und dann auch gleich montiert werden.
Dann gibt es ja noch unsere Solar Laterne bei der Bushaltestelle in Langenhagen. Es ist fast nicht zu glauben, dass so ein kleines Projekt so lange dauern kann. Aber die Laterne ist da, das Loch für die Laterne ist auch bereits hergestellt.
Jetzt müssen wir nur einen Termin mit dem Elektriker und unseren Bauhof finden, damit die Laterne aufgebaut werden kann.
Am 28.09.26 wurde unserem Jugendtreff von der Juschka ein Beamer gesponsert. Somit ist nun auch unser Movie Raum voll einsatzbereit. Auch hier bedanke ich mich im Namen der Gemeinde bei der Juschka für diese Spende.
Wie Sie sehen, trotz sogenannter Sommerpause ist doch einiges passiert. Dazu kommen dann noch die schönen Dinge wie Geburtstage und Jubiläen unserer Seniorinnen und Senioren.
Das solls erstmal von mir gewesen sein.
Euer Bürgermeister

